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Wie orientieren sich Wüstenameisen?

Aktuelle Forschungen zum Navigationssystem und Magnetsinn der Wüstenameisen

Dr. Pauline Fleischmann, Universität Oldenburg

08.12.22 // 19 Uhr // VHS Wilhelmshaven // Eintritt 4€, erm. 2€

 

Die Zugangsdaten für die Teilnahme per Videokonferenz erhalten Sie über info@nwdug.de

 

Zum Vortrag:

Wüstenameisen sind wahre Navigationsmeisterinnen. Einzelne Ameisen verlassen das gemeinsame Nest, um in der Umgebung nach Futter für ihre Kolonie zu suchen. Dabei sind sie großer Hitze ausgesetzt und müssen rasch zu dem Nesteingang, einem unscheinbaren Loch im Boden, zurückfinden. Während der Futtersuche betreiben die Ameisen Wegintegration. Das bedeutet, dass sie Richtungsinformationen mit Distanzinformationen verknüpfen, um den kürzesten Weg zurück zum Nest zu finden. Wir wissen heute, dass sie einen Himmelskompass nutzen, z.B. den Stand der Sonne, um die Heimrichtung zu bestimmen. Die Distanz messen sie mit ihren eigenen Schritten. Wie aber lernen die Ameisen zu navigieren? Dafür führen sie zu Beginn sogenannte Lernläufe aus während derer sie kein Futter sammeln, sondern die Umgebung systematisch erkunden und ihr Kompasssystem kalibrieren. Überraschenderweise nutzen die Wüstenameisen auch das Erdmagnetfeld, um die Heimrichtung zu erlernen. Wie schaffen es die Ameisen mit ihrem kleinen Gehirn all diese Informationen erfolgreich zur Orientierung nutzen?

 

Zur Vortragenden:

Die Vortragende, Dr. Pauline Fleischmann, hat in Berlin Biologie mit dem Schwerpunkt Neurobiologie und Verhaltensforschung studiert. Sie wurde an der Universität Würzburg mit einer Dissertation zu ihren Forschungen an Wüstenameisen promoviert. Seit 2022 forscht Dr. Fleischmann an der Universität Oldenburg.