Auch in die Kneipen Wilhelmshavens geht es zurück.

All weiteren Infos zu den Vortragenden und den Locations werden hier bereitgestellt.

 

 

11.05.2022 im Kling-Klang:

 

Zum ersten Mal findet in Wilhelmshaven der NWDUG Science-Pub zusammen mit der internationalen "Pint of Science" Initiative statt. WissenschaftlerInnen kommen am 11.05. nicht nur in Wilhelmshaven, sondern in ganz Europa in Kneipen und Bars um über ihre Forschungen zu berichten. Im Kling-Klang stehen diesmal der Science-Slam Sieger Sven Rossel (Senckenberg am Meer) und Svea Mahlstedt (Nds. Institut für hist. Küstenforschung) auf der Bühne und präsentieren spannende Vorträge. Es wird darum gehen, wie man mit Lasern die Biodiversität messen und Arten im Meer erfassen kann und was die Menschen vor 10.000 Jahren eigentlich gemacht haben, als der Meeresspiegel stark angestiegen ist und das Klima sich veränderte.

 

Biodiversitätsforschung mit Lasern

 

Dr. Sven Rossel (Senckenberg am Meer, Wilhelmshaven)

 

Biodiversität ist weltweit bedroht. Die Biodiversitätsforschung beschäftigt sich mit der Erfassung der Diversität und inwiefern diese von Veränderungen der Umwelt oder dem Eingriff des Menschen beeinflusst wird. Die dafür grundlegende Identifikation von Arten ist jedoch nicht immer einfach. Während der Druck auf die Biodiversität zunimmt, geht die Anzahl Forschender mit Artenkenntnis stetig zurück. Biodiversitätserfassungen sollen aber immer umfangreicher und schneller werden. Deswegen beschäftigen wir uns mit molekularbiologischen Methoden zur schnelleren Erfassung der Diversität. Diese ermöglichen es, mehr Tiere in kürzerer Zeit zu identifizieren und einige Methoden basieren dabei auf Lasern. In diesem Vortrag soll eine Auswahl dieser Methoden anhand eines Beispiels aus dem Tiefseebergbau vorgestellt werden.

 

 

Mit Pfeil und Bogen im Schilf? Auf den Spuren steinzeitlicher Jäger und Sammler

 

Dr. Svea Mahlstedt (Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven)

Den größten Teil der Steinzeit und damit auch der Menschheitsgeschichte, lebten die Menschen als Jäger und Sammler. Sie entwickelten immer neue Anpassungsstrategien an Umweltveränderungen aufgrund von klimatischen Veränderungen. Mit dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren erlebten die steinzeitlichen Bewohner unserer Region die Wiederbewaldung einer steppenartigen Landschaft, den Meeresspiegelanstieg und damit einhergehend auch das Entstehen von Seen, Mooren und Feuchtgebieten.

Diese Feuchtgebiete an Seen, Flußauen und Niederungen waren attraktive Lagerplätze der Jäger und Sammler und ein großes Glück für die Archäologen der Gegenwart. Denn in Bereichen, wo die Böden seit der Steinzeit wassergesättigt sind, haben sich die Hinterlassenschaften der steinzeitlichen Bewohner besonders gut erhalten. Die meisten Funde aus solchen Zusammenhängen stammten bisher aus dem südlichen Skandinavien. Dort konnten Funde aus Knochen, Geweih und pflanzlichen Materialien geborgen werden, die einen guten Eindruck von der Vielfalt der steinzeitlichen Kulturen geben. In einem aktuellen Forschungsprojekt sind wir auf die Suche nach entsprechend gut erhaltenen Plätzen im niedersächsischen Küstenstreifen gegangen. In diesem Vortrag werde ich Ihnen einen Einblick in unsere Geländearbeit geben und erste Erfolge vorstellen.

 

Für einen barrierefreien Zugang schreiben Sie eine Mail an info@nwdug.de

 

Ihr möchtet selbst mal eure Forschungen beim Science-Pub vorstellen, oder ihr möchtet in eurer Bar Gastgeber sein? Dann schreibt uns eine Mail!