Bald geht es wieder los - wir bringen Wissenschaft und Tresen im Kling Klang zusammen.
Aktuelle Forschung aus der Region - staubtrocken und unverständlich? Nicht beim Science-Pub!
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten für alle verständlich von Ihrer Arbeit und aktueller Forschung. Dafür haben sie 20 Minuten Zeit und danach können gerne Fragen gestellt oder diskutiert werden.
Das Beste daran: Es geht raus aus dem langweiligen Hörsaal rein in die Kneipe!
06.10.2026 - Kling Klang - 19:30 Uhr - Eintritt frei
Schadstoffe in Seevogeleiern - Umweltbeobachtung im Wattenmeer
Dr. Frank R. Mattig, Dr. Peter Schupp, Dr. Sandra Bouwhuis // IfV & ICBM
Das Wattenmeer der südöstlichen Nordsee ist das vogelreichste Gebiet in Mitteleuropa und hat eine herausragende Bedeutung als Brut- und Mausergebiet für Wasser, Wat- und Seevögel sowie als ein
Rastplatz des Vogelzugs. Es ist die zentrale Drehscheibe auf dem ostatlantischen Zugweg der Küstenvögel und wird jährlich von 10 bis 12 Millionen Vögeln besucht.
Eine Bedrohung der Lebewesen des Wattenmeeres sind Schadstoffe, die über die Flüsse oder Atmosphäre in das Gebiet gelangen. Sie werden von den Vögeln mit der Nahrung aufgenommen und im Körper
gespeichert. Zur Brutzeit gelangen die Schadstoffe in die Vogeleier und finden sich dort in angereicherter Form. Um einen Überblick der Belastung zu erhalten werden seit 1998 Eier von Austernfischern
und Flussseeschwalben im Rahmen eines standardisierten Umweltbeobachtungs-Projektes aller Wattenmeer-Anrainerstaaten jährlich auf das Schwermetall Quecksilber sowie auf synthetische Organohalogene
untersucht. Zu letzteren gehören Industriechemikalien wie PCB und HCB als auch Insektizide HCH und DDT. Das Institut für Vogelforschung hat allerdings schon 1981 mit ersten Untersuchungen hierzu
begonnen, so dass der Vortrag Ergebnisse über die Belastung des Wattenmeeres von mehr als 45 Jahre gibt.
Die Suche nach der Mittelsteinzeit in Niedersachsen - Böden, Hölzer und Steine im Wandel der Natur
Jeffrey König // NIhK Wilhelmshaven
Mit dem Beginn der bis heute anhaltenden Warmzeit veränderte sich der Naturraum drastisch. Wo zuvor noch weite waldlose Steppen waren, entstand im Holozän eine neue Vegetation. Über mehrere Klimastufen und etwa 9.000 Jahre hinweg kommt es zur Veränderung von Flora und Fauna, auf die die Menschen in Nordwestdeutschland reagieren mussten. Die Gruppen, die sich noch bis etwa 4.000 v. Chr. vom jagen, sammeln und fischen ernährten, hinterließen Steinwerkzeuge, die uns heute noch in großer Zahl vorliegen. Die archäologische Untersuchung dieser Zeit bietet in der niedersächsischen Tiefebene eine besondere Herausforderung. Das Projekt „Mesolithikum in Nordwestdeutschland“ widmet sich der Aufgabe, die Beziehung der letzten vorbäuerlichen Gruppen zu ihrer Umwelt zu entschlüsseln und nutzt dafür Methoden aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
Ihr möchtet selbst mal eure Forschungen beim Science-Pub vorstellen, oder ihr möchtet in eurer Bar Gastgeber sein? Dann schreibt uns eine Mail!