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Auch in die Kneipen Wilhelmshavens geht es zurück. Es erwarten wieder drei spannende Abende in gemütlicher Umgebung!

All weiteren Infos zu den Vortragenden und den Locations werden hier bereitgestellt.

 

 

12.10.2021 im Kling-Klang:

 

Bei der Veranstaltung gilt die 2G-Regel, bitte alle nötigen Nachweise mitbringen

 

Flussseeschwalben in Bewegung - Zugstrategien einer langlebigen Seevogelart in einer sich ändernden Umwelt

 

PD Dr. Sandra Bouwhuis (Institut für Vogelforschung, Wilhelmshaven)

 

Der allgegenwärtige Klimawandel hat Auswirkungen auf Arten aller taxonomischen Gruppen und ist ein bedeutender Faktor für den Verlust der Biodiversität. Zugvögel sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, da sie innerhalb ihres Jahreszyklus in verschiedenen Habitaten leben, die unterschiedlich starken Veränderungen unterliegen. Weltweit zeigen bereits viele Zugvogelarten Rückgänge in der Populationsgröße, wobei Langstreckenzieher am stärksten betroffen sind. Einer dieser Langstreckenzieher ist die Flussseeschwalbe: Ein kleiner, langlebiger Seevogel, der seit vielen Jahren auf der Roten Liste Deutschland in der Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt wird. An einem ihrer Brutgebiete, dem Banter See in Wilhelmshaven, steht sie seit 1992 im Fokus einer individuenbasierten Langzeitstudie. Mit Hilfe von Geoloktoren wird sie dort seit 2016 zusätzlich bezüglich ihres Zugverhaltens untersucht. In diesem Vortrag werde ich Ihnen unsere Geolokator-Studie vorstellen, die Zugrouten und Überwinterungsgebiete zeigen, die unsere Seeschwalben ansteuern, und erklären, wie wir diese Daten verwenden, um herauszufinden, welche Umweltfaktoren die Vögel wo beeinflussen.

 

 

Six feet under – Die versunkene Steinzeit bei Wanna

 

Dr. Moritz Mennenga (Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven)


Als die ersten Bauern vor über 5000 Jahren die sandigen Regionen Nordwestdeutschlands besiedelten sah die Landschaft noch anders aus als heute. Deiche und weite landwirtschaftlich genutzte Flächen gab es noch nicht und die Menschen mussten auf relativ schnelle Veränderungen in der Umwelt reagieren. Der Meeresspiegel stieg stark an und die Moore breiteten sich aus. Doch wie genau solche Veränderungen in kleinen Regionen detailliert aussahen ist nur wenig erforscht – was zumeist an den schlechten Daten und Erhaltungsbedingungen liegt. Als das Moor in der Steinzeit immer weiter wächst bedeckt es, zum Teil kurz nach der Nutzung, Großsteingräber und Siedlungen dieser Zeit. Dadurch ergab sich ein jahrtausende anhaltender natürlicher Schutz, der die Monumente wie in einer Zeitkapsel einschloss. Erst in den vergangenen Jahrzehnten tauchten diese Gräber plötzlich aus dem Moor auf und in den letzten Jahren konnten sie im Rahmen des Forschungsprojektes "Relikte im Moor" am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung untersucht werden. Im Vortrag wird das Projekt mit seinen Ausgrabungen und Untersuchungen, sowie die ersten Ergebnisse vorgestellt.

 

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Ihr möchtet selbst mal eure Forschungen beim Science-Pub vorstellen, oder ihr möchtet in eurer Bar Gastgeber sein? Dann schreibt uns eine Mail!