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Nächster SciencePub im Kush's

05.03.2020 um 19:30

 

Julia Großklaus (Jade HS): Das Recht auf Achtung des Privatlebens im digitalen Zeitalter - Das Internet vergisst nicht...

 

Sonja König (Ostfriesische Landschaft): Lange gesucht und dann unverhofft entdeckt: Die Burg des Häuptlings Ocko tom Brok in Aurich

 

 

 

Das Recht auf Achtung des Privatlebens im digitalen Zeitalter - Das Internet vergisst nicht...

Die Menschheit bekam im digitalen Zeitalter neue Methoden zur Erschließung von Informationen und somit den Zugriff auf die Daten aus aller Welt.

In der EU gilt seit dem 25.08.2016 das in der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung kodifizierte "Recht auf Vergessenwerden", zur dessen einheitlichen Umsetzung, basierend auf dem Marktortprinzip, alle europaweit agierende Verantwortlichen oder dessen Vertreter verpichtet sind. Zusätzlich zur Löschung aller nicht mehr für die Verarbeitung erforderlichen personenbezogenen Daten in eigenen unternehmensinternen Systemen gehört fortan die Verarbeiter der veröffentlichten personenbezogenen Daten über die Löschpflicht zu informieren und zur Löschung jeglicher Kopien oder Replikationen dieser Daten aufzufordern.

In der praktischen Umsetzbarkeit zeichnen sich allerdings einige Spannungsfelder, welche die Entscheidungs- und Interpretationsprozessen begleiten. Eine weitere entschiedene Rolle spielt für die konsequente Einhaltung des Datenschutzes

im Sinne der EU-DSGVO Sensibilisierung der Nutzer und Aufklärung über die möglichen Konsequenzen der Nutzung von unzähligen allgegenwärtigen digitalen Dienste.

 

Lange gesucht und dann unverhofft entdeckt: Die Burg des Häuptlings Ocko tom Brok in Aurich

Die Bürger von Aurich und auch die Touristen kennen das Auricher Schloß. Das ursprüngliche Gebäude an dieser Stelle wurde im Jahre 1447 von der Häuptlingsfamilie Cirksena in Form einer Burg erbaut. Das was dort heute steht ist das Ergebnis von Brand und Umbauten und wird als Behördensitz benutzt. Und weil die Ostfriesen, zumindest die Häuptlinge, sich öfter gestritten haben, ist das Schloß der Cirksena der Nachfolger einer anderen Burg. Ocko I. tom Brok (*um 1345, †1391) baute eine Burg mit einem Steinhaus in Aurich, sein Sohn wurde auf den Wilden Äckern 1427 besiegt, seine Burg 1430 erobert, er starb und die Burg gelangte an die Cirksensa. Im Sommer 2018 wurde in Aurich das Gebäude der „Alten Post“ aus dem Jahr 1891 abgerissen. Das Grundstück befindet sich nördlich des heutigen Schlossbezirks und schon in historischen Quellen wurde an dieser Stelle die Burg der tom Brook vermutet. Die urkundlich belegt um 1380 erbaute Anlage wurde nach dem Besitzerwechsel nach 1427 und Eroberung laut Schriftquellen bis auf die Grundmauern geschleift. Durch die Ausgrabungen, die dem Abbruch folgten, können nun umfangreiche Aussagen zu den dennoch erhaltenen Teilen der Burg bzw. des Burgareals gemacht werden. Erfreulicherweise muss man den Abbruch „bis auf die Grundmauern“ relativieren, erstaunlich umfangreich sind die noch erhaltenen Befunde gewesen, z.B. Fundamente und Fußböden eines mehrphasigen Wohngebäudes sowie eines weiteren benachbarten Gebäudes.

 

 

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